BCT-Touristik

Korea4Youth

Extended Trip 21 Tage

Ein Blick auf Korea mit unserer Jugendreise.

Jeju, Koreas größte Ferieninsel – auch als das „Hawaii Koreas bekannt – besucht ihr auf dieser Reise. Auf der Extended-Verlängerung des Basic Trips erforscht ihr Lavahöhlen, Wasserfälle und Vulkankrater. Angenehme Wassertemperaturen laden an den Stränden zum Baden ein.

1. Tag: Abflug von Frankfurt

Welcome to Korea

Heute startet endlich unsere Reise nach Korea. Am Flughafen treffen wir auf unseren Reiseleiter, der uns bereits vor dem Abflug einiges über das leckere koreanische Essen wie Bulgogi und Kimchi erzählt, was unsere Vorfreude noch zusätzlich steigert. Nicole berichtet uns anschließend von ihrer beachtlichen Bikini-Sammlung, die sie am Strand von Jeju präsentieren möchte. Vor lauter Spannung vergehen auch die folgenden Stunden „wie im Flug“, bevor wir unser erstes Ziel Seoul erreichen.

2. Tag: Erste Eindrücke

koreanische Mandu

Nach der Durchquerung mehrerer Zeitzonen erreichen wir den Flughafen von Incheon am nächsten Tag. Während wir zum Hotel fahren, können wir schon die ersten Schnappschüsse ergattern und die Hochhauszeilen der Stadt Seoul bewundern. Im Hotel angekommen, machen wir eine kurze Pause, bevor uns unser Reiseleiter darüber informiert, was wir in den nächsten Stunden unternehmen werden. Wir besuchen den modernen Stadtteil Myeongdong, wo wir neben zahlreichen Shoppingmöglichkeiten auch viele Restaurants finden. Mal sehen, was unser Reiseleiter zum Abendessen vorschlägt – wir sind gespannt auf unsere erste Mahlzeit auf koreanischem Boden.

3. Tag: Gyeongbokgung – Seouls größter Palast

Am Gyeongbokgung

Nach dem leckeren Essen von gestern Abend sind wir schon sehr gespannt, was uns Seoul heute an Kulturellem zu bieten hat. Bevor wir aber die U-Bahn betreten, erklärt uns unser Reiseleiter erst einmal, was es mit diesen kleinen Checkfahrkarten auf sich hat. Als wir an die Schranken kommen, wo wir die Karten auflegen sollen, will Felix unbedingt demonstrieren, dass er gut aufgepasst hat, und verfängt sich mit seiner Tasche prompt im Drehkreuz der Schranke.

Prächtige Wachablösungszeremonie

Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt besuchen wir Gyeongbokgung, Seouls größten und prunkvollsten Königspalast. Erbaut wurde er bereits 1395 nach der Gründung der Joseon-Dynastie und diente 200 Jahre lang als Wohnsitz des Königs. Im Imjin-Krieg zerstört, wurde der Palast erst 1868 als königliche Residenz wieder neu errichtet.

Bis zur traditionellen Wachablösungszeremonie müssen wir uns zwar noch einen kurzen Moment gedulden, aber als wir die königliche Garde in ihren farbenfrohen Uniformen sehen und Zeuge dieser beeindruckenden Zeremonie werden, entschädigt uns dies ohne Frage. Die wunderschönen Gebäude des Palastes sind alle von Hand geschnitzt, was Nicole gar nicht so recht glauben mag. Wie hat man das denn früher nur geschafft?

K-Pop-Tanzkurs

K-Pop Stars

Nach dieser lebendigen Geschichtsstunde können wir im Anschluss direkt wieder in das moderne Seoul abtauchen. Als nächstes steht nämlich ein K-Pop-Tanzkurs auf dem Programm. Nicole, ein großer Fan von Momoland, Twice und anderen K-Pop-Gruppen, hat ihre helle Freude an den coolen Dancemoves, die wir in der Tanzschule unter professioneller Anleitung lernen. Ihr Enthusiasmus ist so ansteckend, dass sogar der tanzfaule Felix mitmacht und trotz anfänglicher Scheu am Ende eine der besten Choreografien hinlegt.

Streetfood auf dem Gwangjang-Markt

Ganz schön durchgeschwitzt, kehren wir erst einmal zum Hotel zurück und machen uns ein wenig frisch. Allmählich haben wir auch wieder Hunger, da kommt so ein Besuch auf dem quirligen Gwangjang-Markt doch gerade zur rechten Zeit. Die traditionellen Marktgassen bieten zwar auch jede Menge Geschäfte für Textilien oder Haushaltswaren, doch uns interessiert heute eher die hell erleuchtete „Fressgasse“ mit ihren unzähligen Imbissständen und kleinen Restaurants. Nicole kann es kaum erwarten, endlich ihr Lieblingsgericht Ddeokbokki zu probieren, während Felix schon wieder in der Süßwarenabteilung zu finden ist.

4. Tag: Ahnenschrein Jongmyo

Im Gyeongbok-Palast hat uns unser Reiseleiter schon viele Informationen über die Wohnverhältnisse der Königsfamilie gegeben. Aber wie genau muss man sich Ahnenverehrung in Korea vorstellen? Für die verstorbenen Könige und Königinnen der Joseon-Dynastie wurde der Ahnenschrein Jongmyo errichtet, in dem man den Herrschern aus alten Zeiten bis heute gedenkt. Die konfuzianischen Rituale zur Ahnenverehrung werden nach uralten Traditionen vollzogen. Die Anlage wurde aufgrund ihrer Authentizität und ihres immer noch lebendigen Zeremoniells zum Welterbe der UNESCO erklärt.

Fahrradtour am Han-Fluss

Um das bisher Gelernte zur Geschichte Koreas ein bisschen sacken zu lassen, unternehmen wir nach dem leckeren Mittagessen eine kleine Fahrradtour entlang des Han-Flusses. Es ist wirklich erstaunlich, wie anders die Stadt auf uns wirkt, wenn wir sie vom Sattel eines Fahrrads aus betrachten. Auf der anderen Flussseite erspähen wir ein sonderbar geschwungenes Dach, nach dem wir unseren Reiseleiter natürlich sofort fragen. Er erklärt uns, dass die Konstruktion zum mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Olympiastadion der Olympischen Sommerspiele von 1988 gehört. Etwas weiter im Hintergrund erblicken wir hingegen den nagelneuen Lotte World Tower, der das höchste Gebäude Koreas ist und gleichzeitig zu den höchsten Wolkenkratzern der Welt zählt. Alle bewundern die glitzernde Glasfassade und wir machen eine kurze Pause, damit jeder Fotos schießen kann, bevor wir weiter den Fluss entlangradeln.

Hybe Insight K-Pop-Museum

Nachdem wir die Fahrräder wieder abgegeben haben, brechen wir auf, um dem Hybe Insight K-Pop-Museum einen Besuch abzustatten. Ein wahres Mekka für K-Pop-Fans wie Felix und Nicole, die erwartungsvoll die bunte Ausstellung stürmen. Glücklicherweise befindet sich im Gebäude auch gleich noch ein Shop, der keine Wünsche offenlässt. Nicole kann ihre neu erstandenen Fanartikel kaum tragen, während Felix nun das neueste Album seiner Lieblingsgruppe sein Eigen nennt. Zufrieden kehren wir alle zu unserem Hotel zurück.

5. Tag: Freizeitpark Lotte World

Lotte World

Felix hat es heute Morgen beim Frühstück besonders eilig. Gestern hat er sich dabei mehr Zeit gelassen. Aber vielleicht hängt das auch mit unserem heutigen Programm zusammen und er kann es kaum erwarten, dass es losgeht. Heute besuchen wir nämlich den Freizeitpark Lotte World. Lotte… das stand doch neulich auf den Schokoriegeln, die Felix gefuttert hat?

Lotte World wurde von der gleichnamigen Firmenkette eröffnet und beherbergt den größten Indoor-Freizeitpark der Welt. Der Innenbereich trägt den Namen „Adventure“, während der Außenbereich als „Magic Island“ Jung und Alt anlockt. Drinnen wie draußen gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte, aber auch andere Attraktionen wie eine Schlittschuhbahn und Lasershows.

6. Tag: Trick Eye Museum

Heute steht uns wieder ein erlebnisreicher Tag bevor. Wir besuchen das Universitätsviertel Hongdae, wo zunächst einmal das Trick Eye Museum auf dem Programm steht. Die pfiffigen Trompe-l’œil-Gemälde führen unsere Augen mächtig in die Irre und wir staunen nicht schlecht, als wir auf unseren Kameras die Ergebnisse unseres kleinen Foto-Shootings sehen. Nicole beweist ihren Mut, als sie auf zwei gefährlich aussehenden Haien durch die Wellen surft.

Studentenviertel mit Künstlermarkt

Koreanische Masken

Nach dem Spaß im Museum begeben wir uns wieder auf die Straße und finden uns mitten im Kunstszeneviertel rund um die Hongik-Universität wieder. Das Viertel Hongdae, das seinen Namen der Universität verdankt, gilt in Seoul als besonders jugendlich und dynamisch, mit Szene-Cafés und ein auf Studenten ausgerichtetes Nachtleben. Es ist aber vor allem bekannt als der Ursprungsort vieler Indie-Bands und Indie-Künstler, die ihre Werke auf der Straße präsentieren. Einige bekannte Bands wie Crying Nut oder Peppertones haben ihren Ursprung in diesem Viertel. Die Mischung aus Street Art und Underground-Musik prägt die Atmosphäre des Viertels ganz besonders, dazu kommen Kunstmärkte, Galerien und Restaurants, die es zu einem beliebten Treffpunkt für junge Leute machen. Der Künstlermarkt bietet Besuchern die Möglichkeit, sich Porträts und Karikaturen von sich selbst anfertigen zu lassen. Man kann sich aber auch Kunsthandwerksarbeiten anschauen oder sich von verschiedenen Darbietungen wie Pantomime begeistern lassen.

Musical „B-Boy Kung Festival“

Abends steht eine besondere Form des Musicals an. Das „B-Boy Kung Festival“ ist nonverbal und enthält Elemente des Breakdance, auch wenn die Profis sich selbst nur als „Breaker“ oder schlicht „B-Boys“ bezeichnen. Die rasante Vorstellung enthält außerdem eine dynamische Mischung aus Tanzgenres wie Jazz, Pop und Ballett. Nehmt die Kameras mit und ladet die Akkus, denn Fotografieren und Filmen ist während der Show erlaubt!

7. Tag: Nampodong-Straße – Stätte des Busan International Film Festivals

Am heutigen Tag verlassen wir Seoul und fahren nach Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas. Dort machen wir zunächst Halt an der Nampodong-Straße. Hier findet man angelehnt an den Walk of Fame in Los Angeles Handabdrücke der Gewinner des Busan International Film Festivals. Felix ist ganz aus dem Häuschen, als er dort einen bekannten Namen entdeckt.

Fischmarkt Jagalchi und Lotte-Aussichtsplattform

Der berühmte Fischmarkt Busans strotzt nur so vor Energie und Leben. Hier bieten die Verkäufer lautstark ihre frischen Fische an und Arbeiter balancieren ihre Waren zielsicher durch die schmalen Gassen. Es gibt wohl kein Meerestier, das es hier nicht zu kaufen gibt.

In der Nähe des Fischmarkts können wir von einer Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick auf die Stadt, das Meer und die umliegenden Berge genießen. Busan ist wirklich traumhaft gelegen!

8. Tag: Chillen am Haeundae-Strand

Am Haeundae Beach

Endlich kommen wir an den Strand, von dem Nicole schon seit Tagen schwärmt. Hier präsentiert sie uns ihren neusten Bikini, während Felix sich sofort mit ein paar Surfern unterhält, die er bei ihren Vorbereitungen getroffen hat und von denen er neue Vokabeln lernt. Der Rest der Gruppe genießt das Meeresrauschen und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Diese Ruhe tut nach den letzten aufregenden Tagen wirklich gut. Der Strand von Haeundae ist ein beliebter Treffpunkt im Sommer und zieht nicht nur die Einheimischen an. Nach ausreichender Erholung am Meer geht es weiter in die alte Königsstadt Gyeongju, wo uns weitere Abenteuer erwarten.

9. Tag: Seokguram-Grotte und Tempel Bulguksa

Gyeongju ist die ehemalige Hauptstadt des Silla-Reiches und beherbergt viele historisch wertvolle Bauten wie die Seokguram-Grotte und den Tempel Bulguksa. Die Seokguram-Grotte befindet sich auf dem Berg Toham und stammt aus dem 8. Jahrhundert. In den 1960er Jahren erfolgte eine umfangreiche Restaurierung der aus drei Kammern bestehenden Grotte. Der Tempel Bulguksa zählt zu den bekanntesten koreanischen Tempeln, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich einige der wichtigsten Kulturgüter der koreanischen Geschichte auf seinem Areal befinden. Die auf dem Tempelgelände zu findenden Treppenanlagen und Pagoden sind Originale aus der Silla-Epoche, was den Tempel so außergewöhnlich macht. Hier befinden sich die Dabotap- und die Seokgatap-Pagode, die Blaue und Weiße Wolkenbrücke, die Lotosbrücke und die Sieben-Schätze-Brücke.

Durch die Geschichte radeln

Sejong der Große

Die anderen Sehenswürdigkeiten Gyeongjus lassen sich gut mit dem Fahrrad erkunden, da sie so nahe beieinander liegen, weshalb wir uns erneut auf die Drahtesel schwingen. Noch bevor diese kleine Rundfahrt so richtig losgeht besuchen wir den Gräberpark Daereungwon, in dem sich 23 Königsgräber aus dem Silla-Reich befinden, auch wenn bei den meisten bis heute nicht so genau geklärt ist, wer dort begraben liegt. Gleich gegenüber des Gräberparks befindet sich die wohl älteste erhaltene Sternwarte Ostasiens. Zum Anapji-Teich sind es wiederum nur wenige Minuten mit dem Fahrrad. Der Teich mit seinen Pavillons ist besonders bei der jungen Generation ein beliebter Ort für romantische Dates. Die letzte Station unserer kleinen Fahrradtour ist das Hanok-Dorf Gyochon, in dem Häuser in der alten koreanischen Bauweise betrachtet werden können. Viele kleine Cafés und Kunsthandwerkläden liegen in den engen Gassen. Felix erprobt seine Künste im Bogenschießen, während Nicole endlich einmal selbst erleben kann, wie früher die leckeren Reiskuchen hergestellt wurden, die sie so gerne an den zahlreichen Straßenimbissen kauft.

10. Tag: Andong, eine Stadt mit konfuzianischer Tradition

Resort Samcheonggak

Am Frühstückstisch hat Felix bereits Zitate von Konfuzius zum Besten gegeben und sich dafür ein Lob von unserem Reiseleiter verdient. Heute besuchen wir nämlich Andong, eine Stadt mit reicher konfuzianischer Tradition. Auch wenn diese ursprünglich aus China stammt, haben die koreanischen Könige und Gelehrten ihre Lehren übernommen und das Land darauf aufgebaut.

Das Dorf Hahoe – eine Familiengeschichte

Doch kaum noch jemand hat in Korea heute noch vor, ein gelehrter konfuzianischer Gelehrter zu werden, außer Felix vielleicht. Andongs beliebteste Sehenswürdigkeit ist jedenfalls das Dorf Hahoe, das seit vielen Jahrhunderten von der Familie Ryu bewohnt wird. Ein berühmter Ahne der Familie Ryu mit dem Namen Seong-ryong war einst Schüler des bekannten Gelehrten Toegye Yi Hwang und versuchte, sein Land während des Imjin-Kriegs mit Japan Ende des 16. Jahrhunderts als Premierminister vor dem Untergang zu retten. Im Dorf gibt es bis zum heutigen Tag ausschließlich Häuser in der althergebrachten Hanok-Bauweise mit ihren stroh- oder ziegelbedeckten Dächern für die bäuerliche Bevölkerung und den Yangban genannten Adel. Hahoe steht nämlich seit langem unter Denkmalschutz, im Jahr 1999 besuchte sogar Königin Elisabeth II. von England das Dorf. In ganz Korea und Welt bekannt ist natürlich auch der Maskentanz von Hahoe, den wir uns selbstverständlich ansehen werden.

11. Tag: Ein Gelehrter für den Geldbeutel

Felix rätselt schon seit geraumer Zeit, wer da eigentlich auf den 1.000-Won-Scheinen abgebildet ist, mit denen er immer seine geliebten Schokocremekuchen kauft. Heute wird er dem Geheimnis auf die Schliche kommen, denn unser Reiseleiter nimmt uns mit zur alten konfuzianischen Akademie Dosan Seowon, die einst vom renommierten Gelehrten Yi Hwang gegründet wurde. „Toll!“, denkt sich Felix, „da kann ich ja gleich hierbleiben und auch ein konfuzianischer Meister werden“. Wir erfahren in der landschaftlich herrlich gelegenen Anlage mit ihren idyllischen Hanok-Häusern von den strengen Hierarchien der alten koreanischen Gesellschaft und dem harten Alltag der Schüler, sodass sich Felix doch dazu entscheidet, lieber bei unserer Gruppe zu bleiben.

Strandaufenthalt in Sokcho

Weiter geht es an die Ostmeerküste! Für die Strandliebhaber unter uns bietet die Stadt Sokcho einen feinen, weißen Sandstrand mit Kiefern im Hintergrund. Das blaue Meerwasser bildet zu dieser Kulisse genau den richtigen Rahmen, um hier die fantastische Landschaft zu bewundern und beim Sonnenbaden und Schwimmen die Seele baumeln zu lassen. Was sagt denn die Wettervorhersage, Felix?

12. Tag: Wanderung im Nationalpark Seoraksan

Seoraksan Nationalpark

Wir haben schon einiges von der koreanischen Natur kennengelernt, aber nun wird es Zeit, eines der landschaftlichen Highlights Südkoreas zu erkunden. Nach einem stärkenden Frühstück machen wir uns auf den Weg in den Nationalpark Seoraksan, in dem wir zusammen mit unserem Reiseleiter eine kleine Wanderung unternehmen. Zunächst fahren wir mit einer Seilbahn hinauf auf ein Gipfelplateau, das ein traumhaftes Panorama auf die uns umgebende Berglandschaft bietet. Zurück im Tal freuen wir uns auf ein typisches koreanisches Bergsteigeressen, bevor unser Reiseleiter unsere Stärke testen möchte. Auf dem Weg befindet sich nämlich der sogenannte „Wackelfelsen“, den man mit etwas Geschick zwar bewegen kann, den aber bisher niemand den Berg hinunterstoßen konnte. Aber vielleicht sind wir ja die ersten, die es schaffen. Felix versucht als erster sein Glück, während wir ihn anfeuern.

Hongdae Live Club Day oder Karaoke

Nach so viel Zeit, die wir in der Natur verbracht haben, können wir es kaum erwarten, wieder Stadtluft zu schnuppern. Viele von uns freuen sich schon auf das heutige Abendprogramm und auch Nicole berichtet von dem Outfit, das sie extra für den Live Club Day mitgebracht hat. Am Abend fahren wir wieder nach Hongdae, wo an jedem letzten Freitag im Monat Livemusik- und Tanzveranstaltungen in verschiedenen Clubs stattfinden. Dann wollen wir mal das Nachtleben von Seoul unsicher machen! Falls wir Hunger bekommen, finden wir genug Essensstände, die uns mit Snacks versorgen, denn diese haben die ganze Nacht geöffnet.

Wer noch unter 19 Jahre alt ist oder Lust hat, seine Gesangskünste unter Beweis zu stellen, mit dem besuchen wir ein koreanisches Karaokezimmer. Felix hat auf der Rückfahrt nach Seoul schon seine Setlist mit den neusten K-Pop-Hits erstellt, die er vor seinen vielleicht ersten Fans vortragen möchte. Wer weiß, vielleicht der Beginn einer großen Karriere?

13. Tag: Taekwondo-Kurs

Taekwondo Kurs

Wer sich sportlich noch nicht genug betätigt hat, der hat heute beim Taekwondo-Training die Gelegenheit dazu. Taekwondo ist die koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Wörtlich übersetzt bedeutet Taekwondo „Weg von Fuß und Hand“, zumeist dominieren jedoch die Fußtechniken. Bei dieser Kampfkunst soll nicht nur Selbstverteidigung geübt, sondern auch die Persönlichkeitsentfaltung gefördert werden. Im heutigen Kurs haben wir die Möglichkeit, direkt von den Profis zu lernen, was Felix auch sofort ausnutzt und dabei sogar eine gute Figur macht. Taekwondo hat eine lange Tradition in Korea und wird von vielen Menschen schon seit der Kindheit ausgeübt. Nach unserem Training lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, den Meistern bei einer Demonstration zuzuschauen und staunen nicht schlecht, wie artistisch sie ihre Übungsbretter in der Luft zerschlagen.

Freizeit in Seoul

Bevor wir Seoul nochmals verlassen, habt ihr die Gelegenheit, die Stadt einmal selbstständig zu erkunden, shoppen zu gehen oder noch ein paar Souvenirs zu besorgen. Für das Abendprogramm treffen wir uns am Hotel wieder.

K-Pop-Konzert oder Kampfsport-Musical „Jump“

Sofern es im Zeitraum unserer Reise ein K-Pop-Konzert gibt, werden wir dieses natürlich besuchen. Da diese Events jedoch erst relativ spät bekanntgegeben werden, können wir einen Besuch nur kurzfristig planen.

Falls es doch kein K-Pop-Konzert geben sollte, werden wir uns das Kampfsport-Musical „Jump“ ansehen. Dieses Comedy-Musical feierte Erfolge beim Edinburgh Fringe Festival und ging daraufhin weltweit auf Tour. Die Story dreht sich um eine Familie von Kampfsportspezialisten, die ihr Haus vor Einbrechern beschützen müssen. Neben Taekwondo werden hier verschiedene koreanische Kampfsportarten vorgeführt, so auch Taekkyeon, das von den Kämpfern meist in traditioneller Kleidung wie ein Tanz aufgeführt wird.

14. Tag: Schlammfestival in Boryeong

Nachdem uns unser Reiseleiter wieder alle in den Bus verfrachtet hat, brechen wir auf in Richtung Boryeong. An der koreanischen Westküste angekommen, kann man gewissermaßen mal „die Sau rauslassen“, denn wir werden das Schlammfestival besuchen. Wer möchte, kann sich hier selbstverständlich auch gern aktiv zeigen und am Schlamm-Catchen, Schlamm-Rutschen oder – wie Felix – am Schlamm-Militärtraining teilnehmen. Außerdem gibt es eine riesige Schlammwanne, ein Schlamm-Gefängnis und viele weitere Programmpunkte, die man sich rund um den Schlamm nicht entgehen lassen sollte. Und der ganze Spaß ist sogar noch gut für die Haut! Da ist Nicole natürlich nicht mehr zu bremsen.

Einmal eigener Herr sein

Wer heute keine Lust hat, am Programm teilzunehmen, dem steht es frei, sich auf eigene Faust in Seoul umzuschauen oder shoppen zu gehen.

15. Tag: Willkommen auf Jeju!

Die Insel Jeju

Wir verlassen das Festland und erreichen nach einem kurzen Flug die größte Ferieninsel Koreas, die wegen ihres milden Klimas und ihrer landschaftlichen Schönheit sehr beliebt ist – Jeju! Unter Koreanern wird Jeju auch als das „Hawaii Koreas“ bezeichnet. Kein Wunder, denn es grünt und blüht an jeder Ecke der Insel und so ein Klima hätte man am liebsten das ganze Jahr über. Mit Sicherheit kann man hier auf Jeju auch so manches Abenteuer erleben, aber das sollten wir dann vielleicht auf später verschieben. Zuerst bringen wir mal das Gepäck ins Hotel und dann sind wir gespannt, welche Spezialitäten es hier auf der Insel so gibt.

16. Tag: Der botanische Garten Yeomiji

Der Botanische Garten Yeomiji

Auf Jeju gibt es so allerhand zu entdecken, schließlich wurde die Insel sogar zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt, und das völlig zurecht. Felix schwärmt schon die ganze Reise über von Vulkankratern, Höhlen und malerischen Steilküsten. Dann schauen wir sie uns doch mal an! Wir starten in Jungmun mit dem botanischen Garten Yeomiji. Der verfügt alleine schon über 2.000 verschiedene seltene Pflanzen in einem riesigen Gewächshaus. Darunter befinden sich Wasserpflanzen, tropische Fruchtbäume, Kakteen und viele weitere Arten, die das Auge erfreuen.

Durch den Wald zum Wasserfall

Nur einen kurzen Spaziergang durch den subtropischen Wald entfernt liegt der Wasserfall Cheonjeyeon. Da haben schon gewaltige Naturkräfte gewirkt, als die vulkanischen Felsen entstanden, an deren Fuß ein kristallblauer See liegt. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel, das man von einem der Felsen sogar ziemlich nah vor die Kamera bekommt.

Säulen aus Lava

Unweit vom Wasserfall entfernt finden wir noch ein weiteres Naturdenkmal der Insel, die Vulkangesteinssäulen Jusangjeollidae. Die gewaltigen Basaltsäulen entstanden aus der Lava des Vulkans Hallasan, der sich in der Mitte der Insel Jeju befindet. Die vom Vulkan herabfließende Lava traf hier auf Meerwasser, kühlte sich sehr langsam ab und bildete dabei die gewaltigen Säulen.

Salzig und süß – Flussmündung Soesokkak

In der Buch Seogwipo

Zur Krönung des Tages besuchen wir die Flussmündung Soesokkak. Dort trifft das Süßwasser des Flusses Hyodoncheon auf Meerwasser der Bucht von Seogwipo. Der klare Flusslauf mit seiner außergewöhnlich schönen Wasserfarbe hat hier eine wirklich märchenhafte Landschaft in das Vulkangestein hineingearbeitet. Einfach traumhaft.

17. Tag: Das „Schatzkästchen der Flora“

Nicole schaut unseren Reiseleiter beim Frühstück fragend an. Pflanzen und Tiere in einem Vulkan? Ja natürlich, so ein Krater bietet schließlich fruchtbaren Boden und einen geschützten Lebensraum. Da wittert Nicole auch schon den passenden Hintergrund für das nächste Foto. Auf der Insel Jeju gibt es eine ganze Reihe von erloschenen Vulkankratern. Einer der drei größten der Insel ist der Sangumburi-Krater. In seinem Kessel gedeihen rund 450 verschiedene, teilweise auch bedrohte oder endemische Arten von Pflanzen. Botaniker nennen den Sangumburi auch das „Schatzkästchen der Flora.“ Für uns ist er eine der atemberaubendsten Landschaften unserer Reise.

Lavahöhle Manjanggul

Nicht minder eindrucksvoll ist die Lavahöhle Manjanggul, eine der längsten ihrer Art auf der Welt. Welche Urgewalten hier einst gewirkt haben müssen, kann man nur erahnen. Doch die hitzigen Zeiten von glühenden Lavaströmen sind lange vorbei, inzwischen herrscht in den Tiefen eine konstant kühle Temperatur, die uns angenehm erfrischt.

Seongsan Ilchulbong

Im äußersten Osten von Jeju befindet sich der Bergkrater Seongsan Ilchulbong. Er ist von den rund 360 Vulkankratern, die auf der Insel verstreut sind, vielleicht der eindrucksvollste. Der Aufstieg auf dem engen, recht steilen Pfad wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt, denn der Vulkan hat aufgrund seiner Entstehung durch eine vulkanische Explosion eine besondere Form, die wie ein riesiger, grün bewachsener Teller aussieht. Wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der besonderen Flora und Fauna wurde er von der UNESCO, wie auch die Höhle Manjanggul, zum Weltnaturerbe erklärt.

Volkskundedorf Seongeup

Die letzte Station an diesem Tag ist das Volkskundedorf Seongeup. Hier wurde irgendwann einmal die Zeit angehalten, damit wir uns anschauen können, wie man auf Jeju früher gelebt hat. Von traditionellen Steinhäusern mit Strohdächern, konfuzianischen Schreinen und Schulen und historischen Regierungsgebäuden über große von Pferden oder Ochsen gezogene Mühlsteine bis hin zur alten Stadtmauer ist hier die gesamte Ortschaft noch erhalten wie zur Königszeit. Immer wieder grüßen uns von den Wegrändern etwa menschengroße Steinfiguren. Die „Dol-hareubang“ oder zu Deutsch „Steinopas“ sind eines der Wahrzeichen Jejus und vielerorts anzutreffen.

18. Tag: Südküste Teil zwei

Uns zieht es heute noch einmal an die Südküste, denn die ist einfach zu malerisch, um nur einen Tag dort verbracht zu haben. Schon von Weitem erblicken wir den Berg Sanbangsan, dessen steile Flanken sich urplötzlich aus der umliegenden Landschaft erheben. Weiter östlich liegt der buddhistische Tempel Yakcheonsa. Wir wundern uns, denn dieser Tempel sieht ganz anders aus als das, was wir auf dem Festland gesehen Abend. „Das liegt daran, dass Yakcheonsa einem anderen Orden angehört“, erklärt uns unser Reiseleiter.

Wasserfall Cheonjiyeon

Wir folgen der Küste weiter in östliche Richtung bis zum Stadtrand von Seogwipo. Nach einem kurzen Spaziergang entlang eines von subtropischen Pflanzen gesäumten Flusslaufs begrüßt uns der Wasserfall Cheonjiyeon mit seinen rauschenden Fluten. Nicole wartet schon geduldig vor einem Felsen, um von Felix mit den schäumenden Sturzbächen im Hintergrund fotografiert zu werden.

Wandern auf einem Olle-Pfad

Die zahlreichen Olle-Pfade in Jeju führen vorbei an unberührter Natur und verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Auch wenn es ein wenig so klingt, die Pfade sind nicht unbedingt alt. Es sind vielmehr verschiedene Wanderwege, die inzwischen zu einem ganzen Netz von Wanderouten verbunden sind. Mit ein paar Mandarinen im Gepäck und unserem Reiseleiter voran werden wir heute einen Teil die Küste entlangwandern. Dieser Weg führt uns noch einmal an einem der schönsten Uferabschnitte von Jeju vorbei. Zu den Blickfängen zählt hier unter anderem der „Einsame Felsen“ Oedolgae.

Von den Klippen ins Meer

Bevor wir wieder in die Stadt zurückkehren, muss ein Naturspektakel unbedingt noch sein: Der Wasserfall Jeongbang ist einer der wenigen Wasserfälle weltweit und der einzige in Ostasien, der direkt in den Ozean fließt. Felix hat schon viel gesehen, aber da muss sogar er staunen.

19. Tag: Sommer, Sonne, Meer!

Ihr dachtet ja wohl nicht, dass wir unsere Tage auf Jeju verbringen, ohne einen der tollen Badestrände zu besuchen. Dafür ist heute ausreichend Zeit, bevor mit unserem Gepäck zum Flughafen aufbrechen und nach Seoul zurückfliegen.

Traditionelle koreanische Sauna

Weil der Tag so entspannt begonnen hat, können wir zurück in Seoul doch gleich noch ein bisschen Wellness dranhängen. Im Dragon Hill Spa & Resort erwartet uns eine traditionelle koreanische Sauna, die man hierzulande unbedingt einmal probiert haben sollte.

20. Tag: Zwei Gesichter Koreas

Zwei Koreaner im traditionellen Hanbok

Unser Reiseleiter und Felix sind beim Frühstück in ein reges Gespräch über die Beziehungen von Nord- und Südkorea vertieft. Felix findet es sehr interessant, dass es in Nordkorea für einige Dinge ein anderes Wort gibt als in Südkorea. Ja, auch durch die Sprache ist in Korea mittlerweile eine Grenze gezogen. Wir schauen uns heute aber die echte Grenze am 38. Breitengrad an. Es geht los ins Grenzgebiet in Richtung Panmunjeom, dem Grenzposten, der auch Schauplatz des koreanischen Films „Joint Security Area“ war. Hier besichtigen wir die Gebäude, in denen die Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea stattfanden und man kann hier auch mal einen Blick über die Grenze nach Nordkorea werfen. Diese Grenze gilt als die am stärksten gesicherte Grenze der Welt. Am Abend ist dann noch einmal Freizeit angesagt: Einige besuchen unser Lieblingslokal in Seoul oder pilgern ein letztes Mal zum Noraebang. Auf den letzten Abend in Korea!

21. Tag: Rückflug nach Frankfurt

Heute heißt es leider Abschied nehmen vom „Land der Morgenstille“. Vom Hotel aus fahren wir zum Incheon International Airport und steigen dort in unseren Flieger nach Frankfurt. Annyeong Korea, vielleicht bis zum nächsten Mal!